Alle Artikel mit dem Schlagwort: Limmerstraße

Leinau3: Veggie-Burger mal drei

Das kulinarische Angebot auf der Limmerstraße ist groß und umfangreich – doch an vielen Tischen sitzen schon viele Leute. Wo werden wir nur satt? Auf der Limmerstraße ist viel los, Radfahrer überholen die #10 und die #10 überholt einen Trinker, der einhändig eine Bierdose öffnet. Halber Liter vom Rewe. Er kippt einen ordentlichen Schluck auf die Straße, «das bringt Glück», meint er. Den Rest schüttet er sich in die Speiseröhre, das gluckert, lecker, lecker. Wir sind mehr hungrig als durstig und wollen ins Fischers. Dafür brauchen auch wir eine Menge Glück, denn wir haben nicht reserviert. Und es ist Samstagabend. Und unsere Chancen, einen Tisch für drei zu kriegen, sind schlecht, schlecht.«Wir sind ausreserviert», sagen uns die Fischers Fritzen dann auch.Auf den Stühlen liegen ausgebreitete Handtücher und an der Bar wollen wir nicht sitzen. (Unsere Rücken brauchen heute etwas zum Anlehnen.) Also weiter, wieder raus auf die Limmerstraße, wo der Trinker seine zweite Dose aufreißt. Dem geht’s richtig gut heute. Neu in Linden: Das Leinau3 Auf der anderen Straßenseite fällt unser Blick aufs Leinau3, das …

Fischers in Linden-Nord: Mexikanische Gemütlichkeit

Die Limmerstraße in Linden besticht durch kulinarische Vielfalt – und das Fischers überzeugt mit leckeren Tortillas und entspannter Atmosphäre. Wegen der gelb-beigen Fassade sieht das Fischers von außen aus wie eine urige Kneipe. Hinterm Tresen stellt man sich unweigerlich einen Manfred Fischer vor, der von früher fabuliert. Manfred raucht viel und gestikuliert mit gelben Fingern in der stickigen Luft herum. Er lacht hustend über seine eigenen Witze. Mit der Wahrheit hat das aber nichts zu tun: Das Fischers ist keine urdeutsche Kneipe – sondern ein charmanter Mexikaner, der auch von innen wie keiner aussieht. Hier bedienen keine Manfreds mit gelben Händen, sondern junge Menschen mit zarter Haut, die bestimmt in Linden leben und nebenbei ein bisschen studieren. Ein Mädchen trägt auf einem runden Tablett viel Bier herbei und balanciert die schweren Gläser über unseren Köpfen. Dann kracht das alles zusammen, scheppert und klirrt, und das Bier schwappt auf den Holzboden. «Mein erster Tag», erklärt sie und tupft mit Papiertüchern den besoffenen Boden ab. Im Fischers duzen sich alle, was ich toll finde. Am liebsten würde …

Limmern in Linden – aber ohne Bier

Die Limmerstraße ist die kultigste Straße in Hannover. Abends und in der Nacht chillaxen hier dürre Studenten in den Häusereingängen, trinken Herri und flirten mit der rauchenden Barfrau, die gleich wieder rein muss, Cocktails mixen. Wir flanieren am frühen Nachmittag die Limmerstraße entlang, statt Bier trinken wir Sprite und Apfelschorle. Wir sind halt alt. Wir parken in der Kochstraße, wo jemand Herzen an die Wände gemalt hat. Und einen «Superpenis». Ein Mädchen sitzt im Fenster und raucht, der Qualm verwirbelt in der klaren Luft. Eine Weile habe auch ich in dieser Straße gewohnt, aber meine Nachbarn waren alle irre, wahnsinnig und süchtig nach dem lauten Leben. Für mich war das irgendwann zu anstrengend, etwa wenn nachts um 4:00 Uhr Rammstein durch die Hinterhöfe brüllte. Ich schaue in das Fenster meiner alten Wohnung. Sie haben meine Vorhänge hängen lassen. Nach einem kurzen Besuch bei der Sparkasse stehen wir am Anfang der Limmerstraße. Rechts stehen zwei Türken und fachsimpeln über ein Smartphone, das der eine in der Hand hält und es liebevoll betrachtet.«Samsung S6», sagt er und …