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MuseumsCard: Die Museums-Flatrate für Hannover

Für 60 Euro ein Jahr lang viele Museen in Hannover besuchen – das ermöglicht die neue MuseumsCard. Doch lohnt sich die Flatrate für wissensdurstige Stubenhocker? Museen sind super: Wenn draußen die Sonne brennt und Menschen über ihre Socken luftige Sandalen schieben, gehe ich gern ins Landesmuseum. Da ist es kühl und leer, weil alle anderen im Freibad liegen. Und auch jetzt, wenn es gar nicht richtig hell wird, sondern maximal grau, sind Museen herrliche Orte der Zuflucht: Es ist warm, das Licht ist schön und es gibt oft Tee und Kuchen. Und interessante Ausstellungen gibt es ja auch noch zu sehen: düstere Gemälde, alte Sachen, Moorleichen, Hitler, Figuren, Dinos – und dieser eine Fisch, der dir tief in die Seele blickt und sofort alles über dich weiß. Museums-Jahreskarte Für Museums-Hopper und Flatrate-Fans gibt es seit 2016 die MuseumsCard. Sie bietet ein Jahr lang freien Eintritt in die neun größten Museen von Hannover – darunter das Landesmuseum (Steine und Knochen), das Historische Museum (He-Man-Kassette), die Kestner-Gesellschaft (Kunst), das Sprengel-Museum (noch mehr Kunst) und das Wilhelm-Busch-Museum (Strichmännchen). …

Sonntags im Landesmuseum

Das Landesmuseum in Hannover ist besonders für Kinder ein großer Spaß – zumindest war es das für mich immer gewesen. Und wie sieht das heute aus? In der Vorhalle stehen zwei ältere Damen mit ihren Ehemännern, die mit verschränkten Armen auf Hilde warten, die noch ihren Mantel verstauen muss. Man überbrückt die Wartezeit redend, das schlechte Wetter dominiert die Konversation. Dann Krankheiten. Derweil toben drei Kinder umher, kreischend und kerngesund. Draußen benetzt leichter Regen die Wimpern. Es ist einer dieser trüben Sonntage, an denen man am besten im Bett bleibt – oder ins Museum geht. Also stehen wir jetzt hier. Stehen an, stehen hinter einer Frau, die hinter einem Mann steht, der hinter einer Frau steht, die mit dem Mann an der Kasse diskutiert. Ich weiß nicht, um was es geht, aber der Herr an der Kasse ist sichtlich bemüht, Contenance zu bewahren. Hinter uns spüren wir Unruhe und Ungeduld: Eine Frau mit Rollköfferchen will endlich ein Ticket kaufen.«Warum dauert das denn so lange?», murmelt sie genervt, zappelt hin und her, meine Güte, gehts denn …