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MuseumsCard: Die Museums-Flatrate für Hannover

Für 60 Euro ein Jahr lang viele Museen in Hannover besuchen – das ermöglicht die neue MuseumsCard. Doch lohnt sich die Flatrate für wissensdurstige Stubenhocker?

Museen sind super: Wenn draußen die Sonne brennt und Menschen über ihre Socken luftige Sandalen schieben, gehe ich gern ins Landesmuseum. Da ist es kühl und leer, weil alle anderen im Freibad liegen. Und auch jetzt, wenn es gar nicht richtig hell wird, sondern maximal grau, sind Museen herrliche Orte der Zuflucht: Es ist warm, das Licht ist schön und es gibt oft Tee und Kuchen. Und interessante Ausstellungen gibt es ja auch noch zu sehen: düstere Gemälde, alte Sachen, Moorleichen, Hitler, Figuren, Dinos – und dieser eine Fisch, der dir tief in die Seele blickt und sofort alles über dich weiß.

Museums-Jahreskarte

Für Museums-Hopper und Flatrate-Fans gibt es seit 2016 die MuseumsCard. Sie bietet ein Jahr lang freien Eintritt in die neun größten Museen von Hannover – darunter das Landesmuseum (Steine und Knochen), das Historische Museum (He-Man-Kassette), die Kestner-Gesellschaft (Kunst), das Sprengel-Museum (noch mehr Kunst) und das Wilhelm-Busch-Museum (Strichmännchen). Mit der Jahreskarte dürft ihr außer den Dauerausstellungen auch die Sonderausstellungen anschauen.

Die MuseumsCard kostet für Erwachsene 60 Euro, Kinder und «junge Menschen» unter 25 Jahre zahlen die Hälfte (MuseumsCard 25). Die Karte gilt zwölf Monate ab der ersten Benutzung und muss spätestens nach drei Monaten ab Kaufdatum benutzt werden. Jede Card ist personalisiert – man kann sie also nicht an Freunde ausleihen, die sich für alte He-Man-Kassetten interessierten. Alle weiteren Regelungen stehen auf der Seite der Landeshauptstadt.

Lohnt sich das?

Sparfüchse zücken natürlich sogleich den Taschenrechner, entstauben den TI-83 von früher, und tippen die jeweiligen Einzelpreise ein: 7 Euro fürs Sprengel-Museum + 5 Euro fürs Historisches Museum + 10 Euro fürs LaMuNi + 6 Euro für Wilhelm Busch + 7 Euro für Kestner + 5 Euro für den anderen Kestner + 8 Euro für die Herrenhäuser Gärten mit dem dazugehörigen Museum + 6 Euro für den Kunstverein = 28*e³ Euro? Äh, ne, eher 56 Euro. (Eingerechnet sind alle Sonderausstellungen – wenn schon, denn schon.) Zack, du sparst mit der Jahreskarte also -4 Euro. (Die Preise sind vom November 2016.)

Fast lohnt sich die Card also, wenn du nur einmal in jedes Museum gehst. Aber allein das Landesmuseum bietet so viele Fische, dass du eigentlich zwei-, dreimal hingehen musst. Zudem wechseln in den Häusern die Sonderausstellungen und im Prinzip kommst du gar nicht mehr raus aus den Museen, weil es immer wieder was Neues gibt.

Ihr bekommt die MuseumsCard in allen teilnehmenden Häusern und in der Touristen-Info (da am Bahnhof) und im Neuen Rathaus.

1 Kommentare

  1. Hatte die Museumcard. Habe diese von einem alten Schulfreund zu meinem Geburtstag bekommen. Zu Beginn hielt ich es für einen Witz, weil ich mal so garnicht der Museumstyp bin … Doch was soll ich sagen, hat man einmal mit angefangen möchte man diesen äußerst beruhigenden Langeweilevertreib nicht missen.
    Man tut nicht nur für seine Bildung was, sondern lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen. Klare Empfehlung!

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