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Was fehlt: Eis-Café am Maschsee

Das Maschseefest ist vorbei und Jogger und Radler dürften sich freuen: Denn die vielen Buden sind abgerissen und weggefahren. Die Wege sind also wieder frei für Läufer, Gassi-Geher und Zweirad-Pendler.

Der Abriss ist eigentlich schade, denn so manche Bude würde ich gern länger am Ufer des Maschsees sehen. Viel los ist da nämlich nicht, wenn das Fest vorbei ist. Einerseits ist das toll, weil man seine Ruhe hat und auf einer Bank sitzen und lesen kann. Andererseits ist es doch erfreulich, wenn etwa der Frioli-Wagen am Maschsee parkt und Eis verkauft. Ich renne dann hin, übersehe den angeklebten Hinweis-Zettel, und bestelle genau die drei Eissorten, die auf dem Zettel als ausverkauft aufgelistet sind. «Volltreffer», sagt der Eismann und ich nehme halt drei Kugeln Schoko.

Streusel für Langschläfer

Zwar gibt es am Maschsee das Pier 51. Doch das will beides sein: Café und Restaurant. Das klappt nur mittelgut, denn im Laufe des Tages muss sich das Pier verwandeln – was sich negativ aufs Kuchen-Management auswirkt. Am Nachmittag gibts halt nur noch Streuselkuchen. Spätaufsteher, die erst am Nachmittag angetrödelt kommen, brauchen immerhin keine Entscheidungen mehr zu treffen.

Platz mit Seeblick.

Platz mit Seeblick.

Außer dem Angebot an Kuchen reduzieren sich allerdings auch die Sitzmöglichkeiten. Die besten Tische werden nämlich schon eingedeckt, für abends, für die gut duftenden Damen und Herren, die konversierend auf dem Pier dinieren und ihrer Tochter vorwerfen, sie würde mit ihrem Soziologie-Studium ihr Leben vergeuden. Der anwesende Bürokrat vom Arbeitsamt würde das energisch nickend bestätigen, «bloß nicht Soziologie!»
«Ach, Heinz … Jetzt lass doch mal die Leute in Ruhe und hör auf, über die Arbeit zu reden», tadelt die Ehefrau, die seit hundert Jahren als vorbildliche Vorzimmerdame arbeitet und eine sehr angenehme Telefonstimme hat. Man würde sich wünschen, sie läse aus Lieblingsbüchern vor, doch ihre Sehkraft hat in den letzten Monaten rapide nachgelassen, sie muss mal zu Fielmann gehen und sich eine starke Brille schmieden lassen.

Eis, Kuchen, Zeitung

Also: Ich schlage vor, irgendwo am Ostufer – also auf der sonnigen Seite – ein nettes Café einzurichten, in dem es geiles Eis gibt und geile Kuchen und … Zeitungen (aber nicht nur die HAZ, sondern auch SZ, taz & so). Dazu sollten sich die Betreiber der BAR aus Linden-Nord mit den Leuten von Frioli aus Linden-Mitte verbünden und dieses Eis-Café am Maschsee gründen. Es gäbe genügend Nusseis und abends macht das Eis-Café irgendwann zu und verwandelt sich nicht in ein Restaurant. Ich jedenfalls wäre Stammgast.

1 Kommentare

  1. Stephy sagt

    Hey Daniel, das hast Du treffend beschrieben, ich wäre dann auch gern Stammgast in dem netten Cafe, dass Du stellvertretend für ich denke viele Hannoveraner wünscht.
    Gruß, Stephy

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