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Fairbase Coffee: Köstlicher Kaffee in der Nordstadt

Von Daniel · 24. Mai 2020
Chokri Khiari betreibt das Fairbase Coffee in der Nordstadt.

In der Nordstadt hat ein neues Café eröffnet: das «Fairbase Coffee» in der Appelstraße. Hier soll alles fair sein – und das heißt für Betreiber Chokri vor allem: pflanzlich.

Wenn schon das Leben nicht fair ist, kann es wenigstens der Kaffee sein. Natürlich nicht jede Bohne, sondern ausgesuchte, zum Beispiel die von der Rösterei Wood Grouse. Deren Kaffee ist auch noch köstlich und begeistert seit geraumer Zeit die Kaffeeliebhaber in Linden-Süd. Nun hat die Nordstadt Glück, dort eröffnete jüngst das Fairbase Coffee. In den Tassen landet auch hier: Kaffee von Wood Grouse.

Transparent geröstet

Hinter der Rösterei steckt Arno Auer, der mit dem V17 auch ein kleines Café in der Deisterstraße betreibt. Sein Kaffee ist von höchster Qualität und fair gehandelt, die Bauern bekommen für ihre Bohnen eine angemessene Bezahlung. Außerdem legt Arno viel Wert auf größtmögliche Transparenz: Auf seiner Website veröffentlicht er viele Zusatzinfos über seine Kaffeebohnen, die Bauern und den Röstprozess.

Zwei Flat White (mit Hafermilch) sowie Birnenkuchen (oben) und Schokokuchen (unten).

Aber zurück in die Nordstadt: Dort steht Chokri Khiari hinterm Tresen und begrüßt uns fröhlich. Und irgendwie kommt er uns total bekannt vor, das ist es, wir haben mal in derselben Firma gearbeitet! Jetzt aber macht Chokri sein eigenes Ding. Mit dem Café in der Nordstadt hat er sich einen Traum erfüllt. Das Konzept ist mit der Zeit gewachsen, bis es plötzlich passte. «Ich bin immer so impulsiv und dachte: Ich mach das jetzt», erzählt Chokri. Eigentlich wollte er schon vergangenes Jahr eröffnen, doch es kamen einige Dinge dazwischen. Ein Kind zum Beispiel, das Chokris Frau bekam. Inzwischen hat das Café seit fast einem Monat geöffnet. «Ich bin total stolz drauf», sagt Chokri. Irgendwie hat dann doch alles hingehauen.

Garage, Kiosk, Café

Als Basis fürs Fairbase Coffee dient eine ehemalige Garage, die danach ein Kiosk war. Beinahe wäre es ein normaler Laden auf der Limmerstraße geworden, aber es sollte nicht sein. Schließlich wurde es die Appelstraße in Uninähe. Auch gut: Die Leute hier seien cool und locker, findet Chokri. Er wirkt glücklich, es läuft bei ihm. Die HAZ hat berichtet und die Nachbarn waren da, die Leute aus der Straße. Als wir am Tisch sitzen, erzählt eine Frau, wie es sie freue, dass es dieses Café nun gibt. «Du wirst mich noch öfter sehen», sagt sie und trägt ihren Kaffee hinaus ins Sonnenlicht.

Vegan ist fair

Wie schon der Name es Cafés vermuten lässt, geht es vor allem um Fairness. Und das bedeutet für Chokri, dass alle Produkte hundertprozentig pflanzlich sind. Statt Kuhmilch gibt es deshalb Hafer-, Soja-, Kokos oder Mandeldrink, und die Kuchen kommen ohne Eier aus. Ist das Fairbase Coffee also ein veganes Café? Eigentlich schon, aber Chokri tut sich etwas schwer. Er findet, das klinge zu sehr nach Schublade, das Fairbase sei für alle da. Auch für uns, wir brauchen jetzt dringend Koffein – und was Süßes!

Unser Blick schweift hin und her, dann entscheiden wir uns für Birnen- und Schokokuchen. Die Birne kommt bei den Leuten richtig gut an, sagt Chokri. Tags zuvor gab es Lemon-Cheesecake auf Hirsebasis, der war ratzfatz leer. Wir trinken Flat White (mit Hafermilch), danach noch einen zweiten und einen Chai-Latte. Den macht Chokri komplett selbst und verwendet dafür sogar Gewürztee aus Indien. Alexa ist begeistert: «Schmeckt viel besser als das übliche Instant-Pulver.»

Alexa und ihr Masala Chai Latte.

Es ist kurz nach fünf, eigentlich hat Chokri jetzt Feierabend. Doch plötzlich kommen sie herbeigeströmt, ein paar müde Menschen, die schnell noch einen Kick brauchen. Den bekommen sie natürlich. Wir sagen Tschüss und schwingen uns auf die Räder.

Fairbase Coffee (Website, Facebook)
Appelstraße 21
30167 Hannover

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