Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mitte

Gondel: Edel essen im Georgspalast

Im Untergeschoss des GOP Hannover befindet sich das Restaurant Gondel. «Kochkunst ohne Schick-Schnack», heißt es auf seiner Webseite. Wir haben das schicke Lokal im Georgspalast besucht. Um 17 Uhr betreten Julia und ich den Georgspalast gegenüber dem Opernhaus. Wir haben unsere Reservierung vor der GOP-Show, die um 18:30 Uhr startet. Wir schreiten die mit rotem Teppich bedeckte Treppe hinab in das Untergeschoss und steigen ein in die Gondel, wo wir von drei freundlichen Mitarbeitern empfangen und erwartet werden.«Oh cool, die Stadtblogger sind da, herzlich willkommen!», freut sich das Mädchen im gepunkteten Blüschen. Sie führt uns zu einem runden Tisch in der Ecke, von dem aus wir die gesamte Gondel im Blick haben. Hier sieht alles so wunderschön aus: wunderschöne Tapeten, wunderschöne Gläser auf den Tischen, wunderschöne Fische, die durch das Aquarium blubbern. Julia und ich müssen uns ein wenig an diese Schönheit gewöhnen. Wir fühlen uns wie in einem Fünf-Sterne-Hotel, durch das man mit großen Augen läuft und erstmal alles anstarren muss. Hier ist alles schick und geschmackvoll, und gleichzeitig unfassbar gemütlich. Die ruhige Hintergrundmusik gibt …

Streifzug durch Hannover-City

Volle Fußballfans, glitzernde Glasscherben, punkige Pokémons – und es knallt. Ein Samstagnachmittag in Hannovers Innenstadt. Es ist Samstag und alles ist möglich. Himmel und Sonne schreien uns an, treiben uns nach draußen, wo die Stadt aus einem langen Winterschlaf erwacht. Auf den Straßen tummeln sich die Menschen, taumeln von Laden zu Laden. Auf dem Spielplatz um die Ecke toben Kinder mit Doppelnamen, während ihre Eltern verträumt in die Sonne schauen und sich von ihr zungenküssen lassen. Die Wärme auf der blassen Haut spüren. Wir pumpen unsere Räder auf und radeln in die Innenstadt, parken am Mezzo. Bei Penny ist’s voll, bei 25 Music ist’s voll, auf den Fußwegen ist’s voll. Und voll sind auch die Fußballfans, die zum Stadion wollen. Sie tragen Dönertaschen und Biere in den Händen, schieben ihre Bäuche durch die Menschenmenge, spielen nach vorn. Auf dem Boden glitzern Glasscherben. Auf dem Opernplatz entspannen Kinder, die einerseits wie Punks aussehen, andererseits wie Pokémons. Wir gehen durch den Tunnel neben dem Bahnhof, Richtung Innenstadt. Über uns donnern die Züge entlang, neben uns kracht ein …

Sonntags im Landesmuseum

Das Landesmuseum in Hannover ist besonders für Kinder ein großer Spaß – zumindest war es das für mich immer gewesen. Und wie sieht das heute aus? In der Vorhalle stehen zwei ältere Damen mit ihren Ehemännern, die mit verschränkten Armen auf Hilde warten, die noch ihren Mantel verstauen muss. Man überbrückt die Wartezeit redend, das schlechte Wetter dominiert die Konversation. Dann Krankheiten. Derweil toben drei Kinder umher, kreischend und kerngesund. Draußen benetzt leichter Regen die Wimpern. Es ist einer dieser trüben Sonntage, an denen man am besten im Bett bleibt – oder ins Museum geht. Also stehen wir jetzt hier. Stehen an, stehen hinter einer Frau, die hinter einem Mann steht, der hinter einer Frau steht, die mit dem Mann an der Kasse diskutiert. Ich weiß nicht, um was es geht, aber der Herr an der Kasse ist sichtlich bemüht, Contenance zu bewahren. Hinter uns spüren wir Unruhe und Ungeduld: Eine Frau mit Rollköfferchen will endlich ein Ticket kaufen.«Warum dauert das denn so lange?», murmelt sie genervt, zappelt hin und her, meine Güte, gehts denn …

Bronze, Silber, Leinegold

Wir reisen ans Ende des Regenbogens und kehren im Leinegold ein. Doch ist dort wirklich alles Gold, was glänzt? Im 121er sitzen fast nur Paare, die in Papier verpackte Blumen und in Flaschen abgefüllte Weine dabei haben. Sie sind unterwegs zu anderen Paaren, um zusammen zu speisen. Wir haben keine Blumen dabei, aber Hunger. «Hunger kann man nicht dabei haben, Hunger ist ein Lebensgefühl», behauptet der Ehemann des Ehepaares, das uns gegenüber sitzt. Seine Frau hat kurze Haare, er einen langen Nachnamen: «Muss ich immer buchstabieren», nölt er. Alexa nickt. Sie kennt die Misere. Der Wagen hält. Am Thielenplatz treten wir in den eisigen Wind, der uns durch den Tunnel bläst. Im Leinegold sitzt dann schon eine halbe Stadtnotiz, die andere Hälfte hat der Wind verweht. «Hi», sagt Melanie. «Hi», sagt Alexa. «Hi», sage ich. Verlieben an der Bartheke Wir klettern auf die Sitzbank hinterm Hochtisch, jemand reicht uns die Speisekarten. Was zuerst: Cocktail, Bier, Fanta? Nudeln, Burger, Bruschetta? So viele Möglichkeiten, die wir erst mal studieren müssen. Meine Augen stolpern über die unvorteilhaft Schriftart …

Geschenke-Shopping in Hannovers süßen Läden

So langsam wird es Zeit, sich warme Gedanken über Geschenke zu machen. Fündig werdet ihr in Hannovers kleinen Geschäften! Klar, wir können alle Geschenke vom Sofa aus kaufen: Das ist bequem und wir dürfen den Schlafanzug anlassen. Doch wenn alle nur noch online kaufen, sind die Innenstädte bald leer und langweilig. Dann gibt’s dort höchstens noch ein paar Handyläden, zwölf H&M-Filialen und keinen einzigen Buchladen weit und breit. Das wäre verdammt schade, denn eine Stadt lebt von ihren Geschäften, den engen Boutiquen und den kleinen Läden, die mit viel Leidenschaft geführt werden. Wir wollen euch ein paar dieser Läden vorstellen. Verspieltes bei Maranolo In dem süßen Lädchen Maranolo in der Südstadt findet ihr tolle Wohnaccessoires und Schmuck, der das Herz erwärmt. Die Inhaberin Maren sucht ihre Ware sehr bewusst aus: Sie achtet auf Nachhaltigkeit und gute Materialien. Von verspielt bis puristisch werdet ihr bei Maranolo garantiert fündig. Wir selbst haben schon einiges dort gekauft, etwa roséfarbene Teelichthalter, bunte Tassen, schicke Aufbewahrungsdosen oder ausgefallene Postkarten. Für diejenigen, die mehr über Maranolo erfahren möchten, empfehlen wir unser …

Frühstücks-Happy-Hour im Café Safran

Wer bei Happy Hour nur an Cocktails denkt, kennt das Café Safran noch nicht. Rebecca und Melanie vom Blog Stadtnotizen testen das Frühstück in dem beliebten Ecklokal. Eine Scheibe Toast bleibt immer übrig, prophezeit Rebecca und stellt das halbvolle Brotkörbchen auf der Fensterbank ab. Der Tisch ist zu klein für all die Köstlichkeiten, die uns gebracht wurden. Ich schaue auf meinen Teller: Die obere Hälfte meines Kürbiskernbrötchens ist turmhoch mit Käse, Lachs, Salat und Paprika belegt. Ich schaue zu Rebeccas Teller hinüber. Da liegt ein Marmeladenbrötchen. Rebecca sieht meinen leicht verschämten Blick und grinst. Sie mag ihr Frühstück süß und puristisch – ich mag es herzhaft und opulent. Harry & Sally zum Frühstück Es gibt hier zum Glück ein passendes Angebot für uns beide. Harry&Sally heißt es, ein Frühstück für zwei, das neben John Belushi (1 Tasse Kaffee, 1 Gauloises-Zigarette, 1 Kaugummi) und Madame Tussauds (Spiegeleier auf Bacon, 3 Rostbratwürstchen) den Charakter des Café Safran in der Calenberger Neustadt wunderbar beschreibt. Die Namen auf der Frühstückskarte, die verschiedene Frühstücksvariationen vorstellen, bilden ein popkulturelles Ensemble aus …