Alle Artikel mit dem Schlagwort: Südstadt

Kindai: Sushi in der Südstadt

Die Leserinnen und Leser der Lokalzeitung haben die besten Sushi-Restaurants in Hannover gekürt, was uns wiederum inspirierte, nach Feierabend im Kindai in der Marienstraße einzukehren (Platz 7 im Ranking). Ein Hauch von Tokyo in der Südstadt. Anfahrt. Ich sitze im 121er, vor mir sitzen zwei Frauen, die über Kirchen fachsimpeln. Gemeinsam überlegen sie, wie doch gleich die Kirche heißt, die der Bus zeitnah passieren wird. Sie kommen nicht drauf. Ich weiß die Antwort, will aber nicht helfen. Die Lösung steht außerdem auf dem Bildschirm, der die kommenden Bushaltestellen auflistet. (Die Frauen fahren offenbar nur selten Bus.) Eine dritte Frau, die sorgfältig auf ihrem iPhone herumwischt, lächelt plötzlich, und mischt sich in die Überlegungen ein. «Meinen Sie die St.-Heinrich-Kirche?», trällert sie. «Ja, genau!», bestätigt die eine Frau begeistert, die andere nickt anerkennend und applaudiert. «Ich hab mit einem Ohr mitgehört», gesteht die lauschende iPhone-Besitzerin. Sie unterhalten sich nun angeregt über Kirchen. Ich freue mich, als ich aussteigen kann. Ankunft. Alexa sitzt bereits an einem 4er-Tisch, draußen sei es zu kalt gewesen, erklärt sie. Ihr Anwalt sagt, …

Knabberzeit: Wenn Fische kitzelige Füße küssen

Fischpediküre in der Südstadt: In der Knabberzeit «küssen» kleine Fische große Füße. Ist das auch für Kitzelige geeignet? Wir haben den Test gemacht! Die Zeit steht still in der Knabberzeit: Es ist immer zehn nach zehn. Die Wanduhr haben Aleksej Sartison und sein Team während der Renovierungsarbeiten übersehen – jetzt steht die Zeit halt still. Das ist nicht weiter schlimm: Die Knabberzeit soll ein Raum «zum Wohlfühlen und Entspannen» sein – eine tickende Uhr würde da nur stören und an den Zahnarzt-Termin am Montag erinnern. Ich bin trotzdem nicht entspannt, sondern sogar aufgeregt, ein bisschen – denn gleich werden Dutzende kleine Fische meine Füße «küssen». Und ich bin der kitzeligste Mensch der Welt, bestätigt durch das Fresinius-Institut. Wie soll ich das also aushalten, wenn viele Fische ausgerechnet an meinen Füßen knabbern? Wie? Das will ich jetzt wissen. Vor mir steht ein großes Aquarium, blubbernd und schön beleuchtet. Ich bin bereit. Vielleicht. Meine Zehen schweben über dem Wasser, ich bin Jesus. «Jetzt tunk schon!», ruft Alexa ungeduldig. Also tunke ich zaghaft meine großen Zehen hinein, gefolgt …

Eliniko: Griechisch schlemmen in der Südstadt

An einem Abend im Spätsommer tafeln wir im Eliniko in der Marienstraße. Der «innovative Grieche» verspricht «erlesene Speisen». Ein verlockendes Versprechen. Feierabend, wir sind frei. Es ist Spätsommer und die Sonne steht tief am Himmel und erinnert uns, dass bald die Bäume ihre Blätter verlieren werden, wenn eisige Winde wehen. Weil ich Geburtstag habe, darf ich mir das Restaurant fürs Abendessen aussuchen. «McDonald’s!» «Nein», sagt Alexa. «Burgerk–» «Nein.» Am Ende fällt die Auswahl auf das Eliniko in der Marienstraße, denn nach Pommes und Burger mag ich Pommes und Gyros am liebsten. Der «innovative Grieche» verspricht ein «wunderbares Ambiente» und «erlesene Speisen». Mir ist einfach nur nach Gyros und Suflaki – ich bin halt ein einfaches Gemüt. Im Eliniko gibt es aber auch ausgefallenere Sachen, die mit Fleisch zu tun haben. Aber auch Vegetarier sollen im Eliniko satt werden – das beruhigt Alexa, die manchmal mit dem Veganismus liebäugelt und sich viel, viel gesünder ernährt als ich. (Kein Wunder, dass Frauen viel älter werden als Männer. Immerhin rauche ich nicht und trinke selten Bier. Esse dafür …

Mein Hannover – Was ist das eigentlich?

Klar, wir lieben Hannover – sonst hätten wir dieses Blog nicht. Aber warum genau ist Hannover für uns eigentlich eine lebenswerte Stadt? Und wo befinden sich unsere Lieblingsplätze? Tabitha von Find Some Beautiful Places hat Bloggern aus Hannover ein paar Fragen gestellt. Wir haben geantwortet. An welche Stellen würdest du einen Gast aus dem Ausland zuerst führen und warum? Erst neulich hatte ich Besuch von Anne aus den USA, auf die ich 2007 als Au Pair aufgepasst habe. Sie ist nun 19, studiert und reiste quer durch Europa. Ich hab mich riesig gefreut, ihr mein Hannover zu zeigen. Wir starteten einen ausgiebigen Spaziergang in der Südstadt, die erste Station war der Maschpark. Die Weiden, die Brücken, das tolle Panorama mit dem Rathaus – so etwas sieht man selten in den USA. Im Neuen Rathaus konnten wir ihr anhand der Modelle viel über Hannovers Geschichte erklären, ganz besonders über die Zerstörung im Weltkrieg. Anne gähnte und ging pinkeln. Man kann dort astrein kostenlos die Toiletten nutzen. Nach der Geschichtsstunde musste Zucker ins Blut. In der Markthalle ist …

Super Nice: Interior und Mode an der Sallstraße

Die Südstadt Hannovers ist um einen schicken Independent-Store reicher: Im Super Nice gibt es schöne Sachen, die jede Wohnung schicker und gemütlicher machen. Wir haben mit der Besitzerin Birte gequatscht. Birte steht glücklich hinter dem Verkaufstresen ihres durchgestylten Geschäfts, das sie im Dezember 2015 in der Sallstraße eröffnet hat. Schicke Kerzenständer stehen auf modernen Echtholztischen, die auch zum Verkauf stehen. Hinten rechts baumelt eine Kleiderstange von der Decke, an der sich individuelle Mode aufreiht. Mittlerweile ist das Super Nice aus der Südstadt gar nicht mehr wegzudenken. Wir haben bei Birte nachgefragt, wie es ihr hier gefällt und was sich hinter ihrem Laden verbirgt. Was war deine Motivation, hier in der Ecke das Super Nice zu eröffnen? Ich finde, dass es in der Südstadt einfach noch zu wenig gibt – zu wenige nette Restaurants, zu wenige kleine Läden. Da hatte ich das Gefühl, dass die Bewohner der Südstadt einen Laden wie Super Nice gebrauchen können. Das Gefühl hat sich zum Glück auch bestätigt, es läuft wirklich gut. So langsam passiert in der Südstadt auch was. Recht …

Tesoro: Schatz in der Südstadt

Pasta, Saltimbocca und Tiramisu – wir genießen das süße Leben und verwöhnen unsere Gaumen im Tesoro an der Marienstraße. Wir sind spontan und gehen ins Tesoro. Mit etwas Glück bekommen wir einen guten Tisch, mitten im Geschehen, allerdings nicht an der großen Fensterfront. Das Restaurant ist elegant eingerichtet, die Bar leuchtet und taucht den ganzen Raum in lilafarbenes Licht. Der Chef kommt herbei. Erläutert die Wochenkarte, schaut dabei zu seinem Kollegen, der an der Bar Bier zapft. Italienische Worte fliegen durch die Luft, abbondanza!, dann der Hinweis an uns, dass es heute Pasta mit Trüffeln gibt. Für das Studium des restlichen Angebots bekommen wir zwei Speisekarten in die Hände gedrückt. Am Tisch an der Wand sitzt ein junger Mann. Er hat ein Date mit seinem Smartphone, streichelt es liebevoll und wiegt es in der Hand, schaut dem Telefon tief ins Display. Da knistert es, da funkt es: WLAN und LTE, fünf Balken. Am 2er-Tisch am Fenster sitzt ein Pärchen und betrinkt sich schweigend mit San Pellegrino. Ordern wir auch gleich. Am 4er-Tisch sitzen zwei Paare, …

Mimi’s Thai Kitchen – Zuwachs in der Südstadt

In der Hildesheimer Straße hat ein neuer Thailänder eröffnet. Mimi’s Thai Kitchen verspricht authentische Gerichte ohne Geschmacksverstärker. Die müssen wir probieren! Die letzte Fußgängerampel vor dem Ziel ist rot und der Verkehr ist zu dicht. Also warten wir, wie es der Aufkleber an der Ampel empfiehlt. Von hier aus sehen wir bereits das hell erleuchtete Lokal. «Es ist bestimmt voll», orakelt Daniel. Heute ist in der HAZ ein Artikel über Mimi’s Thai Kitchen erschienen, den auch wir gelesen haben, der auch uns gelockt hat. Er würde die ganze Südstadt in den Laden treiben. Und so ist es auch: Die wenigen Tische sind alle besetzt, von zeitungslesenden Südstädtern. Sie schenken uns mitleidige Blicke. Oder ist das hungrige Lethargie, die einen nach Feierabend lähmt? «Die sind hier alle um halb sechs reingekommen, es kann also eine Weile dauern», sagt die Bedienung. Er will uns aber einen Tisch reservieren, wir können in einer drei viertel Stunde wiederkommen. Abgemacht. Wir reisen durch die Zeit mit einer Geschwindigkeit von einer Minute pro Minute. Dann sind wir wieder da, pirschen uns …

Geschenke-Shopping in Hannovers süßen Läden

So langsam wird es Zeit, sich warme Gedanken über Geschenke zu machen. Fündig werdet ihr in Hannovers kleinen Geschäften! Klar, wir können alle Geschenke vom Sofa aus kaufen: Das ist bequem und wir dürfen den Schlafanzug anlassen. Doch wenn alle nur noch online kaufen, sind die Innenstädte bald leer und langweilig. Dann gibt’s dort höchstens noch ein paar Handyläden, zwölf H&M-Filialen und keinen einzigen Buchladen weit und breit. Das wäre verdammt schade, denn eine Stadt lebt von ihren Geschäften, den engen Boutiquen und den kleinen Läden, die mit viel Leidenschaft geführt werden. Wir wollen euch ein paar dieser Läden vorstellen. Verspieltes bei Maranolo In dem süßen Lädchen Maranolo in der Südstadt findet ihr tolle Wohnaccessoires und Schmuck, der das Herz erwärmt. Die Inhaberin Maren sucht ihre Ware sehr bewusst aus: Sie achtet auf Nachhaltigkeit und gute Materialien. Von verspielt bis puristisch werdet ihr bei Maranolo garantiert fündig. Wir selbst haben schon einiges dort gekauft, etwa roséfarbene Teelichthalter, bunte Tassen, schicke Aufbewahrungsdosen oder ausgefallene Postkarten. Für diejenigen, die mehr über Maranolo erfahren möchten, empfehlen wir unser …

Schöne Dinge gibt’s bei Maranolo. Ein Interview

Maranolo – ein kleiner Laden in der Südstadt Hannovers. Ein Laden, bei dem es vielen jungen Frauen schwer fällt, einfach vorbei zu gehen. Die Inhaberin Maren Michael bietet dort Produkte an, die das Herz begehren. Dinge, die nicht überlebenswichtig sind, aber das Leben definitiv bunter und wärmer machen. Wir haben die sympathische Ladenbesitzerin ausgequetscht: Was hat Maren dazu bewogen, ein kleines süßes Geschäft in der Südstadt zu eröffnen und welche Tipps hat sie für andere Existenzgründer? Ein Interview.

Cocktails im Goldfisch Hannover

Das Goldfisch und wir hatten nicht unbedingt den besten Start. Gemeinsam mit meinen Freundinnen Julia und Nicole probiere ich endlich diese Bar aus, an der ich täglich vorbeifahre, die immer gut besucht ist und immer hip aussieht. Die Südstadt ist nicht unbedingt berühmt für hippe Bars – also möchte ich herausfinden, was es mit dem Goldfisch auf sich hat. Der Sommer gibt in den letzten Zügen nochmal alles, sodass wir draußen Platz nehmen. Wir teilen uns den Außenbereich mit einer nach Bier und Pizza lüsternden Runde. Der Kellner mit drei Halsketten reicht uns je eine Essens- und eine Cocktailkarte. Ich schiele zu den Nachbarn, die bereits quietschvergnügt die Biergläser aneinander schellen. Auch bei ihnen erblicke ich nur eine Karte. Leicht enttäuscht schweift mein Blick zurück und ich finde mich damit ab, dass ich gleich Buchstaben auf dem Kopf entziffern werde. Plötzlich steht der Kettenmann vor uns: «Schon was zu trinken?» Ein Cocktail soll es sein, denn den Happy-Hour-Schnapper von 4,50 Euro lassen wir uns nicht entgehen. Ich muss allerdings erstmal zur Getränkerückgabe und hatte ohnehin noch keine Chance, …

Was fehlt: Eis-Café am Maschsee

Das Maschseefest ist vorbei und Jogger und Radler dürften sich freuen: Denn die vielen Buden sind abgerissen und weggefahren. Die Wege sind also wieder frei für Läufer, Gassi-Geher und Zweirad-Pendler. Der Abriss ist eigentlich schade, denn so manche Bude würde ich gern länger am Ufer des Maschsees sehen. Viel los ist da nämlich nicht, wenn das Fest vorbei ist. Einerseits ist das toll, weil man seine Ruhe hat und auf einer Bank sitzen und lesen kann. Andererseits ist es doch erfreulich, wenn etwa der Frioli-Wagen am Maschsee parkt und Eis verkauft. Ich renne dann hin, übersehe den angeklebten Hinweis-Zettel, und bestelle genau die drei Eissorten, die auf dem Zettel als ausverkauft aufgelistet sind. «Volltreffer», sagt der Eismann und ich nehme halt drei Kugeln Schoko. Streusel für Langschläfer Zwar gibt es am Maschsee das Pier 51. Doch das will beides sein: Café und Restaurant. Das klappt nur mittelgut, denn im Laufe des Tages muss sich das Pier verwandeln – was sich negativ aufs Kuchen-Management auswirkt. Am Nachmittag gibts halt nur noch Streuselkuchen. Spätaufsteher, die erst am …

Maschseefest: Mangozella und Pommes-Becher

Döner, Garnelen und Mangozella: An den Ufern des Maschsees bieten zahllose Buden eine kulinarische Vielfalt, die Münder befeuchtet und Mägen aufheulen lässt. Eindrücke vom 30. Maschseefest. Es ist Samstag und die Sonne schleudert ihr warmes Licht durch das raschelnde Blattwerk der Bäume. Am Himmel verdirbt keine einzige Wolke den Anblick. So offenbaren sich dem aufmerksamen Betrachter viele Postkartenmotive – denn auf dem Maschsee schwimmen auch noch Schwäne. Wir starten am Pier 51 und machen uns auf den Weg zum Nordufer, wo sich das Epizentrum des Maschseefests befindet. Es duftet nach Pommes, Currywurst und dann auch nach Fisch, weil wir Gosch erreicht haben. Hier machen wir unseren ersten Halt. An einem der Hochtische sitzen Eheleute, die schon seit Ewigkeiten ein Paar sind. Sie sitzen sich schweigend gegenüber, aber ihre Blicke gehen ins Leere. Manchmal nippt der Ehemann an seinem Bier, das in der Sonne goldig funkelt. Dann nimmt er seine Arbeit wieder auf und schaut weiter in die Luft. Die Ehefrau mustert kurz ihren Ehemann und vergewissert sich, dass er noch existiert. Für ein Pappschälchen Scampis …

Pier 51: Kaffeepause auf dem Maschsee

Das Pier 51 liegt direkt am Maschsee und bietet einen tollen Blick auf das Wasser und die dicken Karpfen. Nachmittags gibt es hier Kaffee und Kuchen und abends eben Abendbrot. Doch es ist nicht so einfach, einen Tisch im Pier zu bekommen. Das Pier und wir hatten nicht den besten Start: Als wir uns das erste Mal zum Maschsee aufmachten, um dort zu essen, hatte das Restaurant leider geschlossen. Das passierte uns zweimal – einmal davon sogar an einem Samstagabend. Die Location ist nämlich für Hochzeiten und Partys sehr beliebt. So bleibt das Pier 51 regelmäßig geschlossenen Gesellschaften vorbehalten. Bevor du also spontan losläufst, um am Maschsee zu speisen, solltest du auf die Website des Pier 51 schauen – auf ihr steht, wann privat gefeiert wird. Anschließend solltest du zu einem Gott deiner Wahl (oder Sartre) beten, dass der mobile Eiswagen des Frioli am Maschsee-Ufer parkt und sein leckeres Eis verkauft. Ich empfehle Haselnuss. Sonntag mit Sonne Als es uns eines Sonntagnachmittags dann tatsächlich gelungen war, im Pier 51 einzukehren, waren wir allerdings so spät …

Jetzt hab ich den Salat

Ein Salat muss überzeugen, der muss was können. Denn einen annehmbaren Salat kriege ich selber hin – trotz bescheidener Kochkünste. Wenn ich also ins Restaurant gehe und fast zehn Euro für einen Salat bezahle, darf der nicht aus ein paar schrumpeligen Salatblättern und wässrigen Gurken bestehen; und das Dressing darf nicht nach Fertigsoße schmecken. Langweilig. In loser Reihenfolge checken wir, was die Salate in Hannovers Kneipen, Bars und Gaststätten taugen. Zuvor hat Alexa im Roof Garden einen Salat-Mista gegessen, weil sie ja keinen gemischten Salat hatten. Mich überkam die Lust nach Grünzeug dann im LaSall in der Südstadt. Das Lokal liegt direkt an der Sallstraße, was den Namen erklärt. Mich hat der Verkehr nicht gestört, nur ein Krankenwagen krachte mitten durch unser Gespräch und machte einen Höllenlärm. Als ginge es um Leben und Tod. LaSalls Salat hat mich leider nicht so recht überzeugen können: Weder der Zutaten-Mix noch das Dressing waren originell, sondern nur okay – aber immerhin nicht scheußlich. Die Pilze waren etwas wabblig und es fehlte der Mais (den die Karte vielleicht gar nicht versprochen hatte). Ob …

Schwimmen im Maschsee

Am Himmel spendete keine einzige Wolke Schatten, alles war hell erleuchtet. Also suchten wir unser Badezeug, schlüpften hinein und fuhren zum Südufer des Maschsees, wo sich das Strandbad befindet. Am Eingang war zunächst niemand zu sehen und es kribbelte in meinen Beinen, einfach reinzulaufen, um den Eintritt zu sparen – aber das gute Gewissen beobachtete uns in Gestalt zweier Mädchen, die mit tätowierten Beinen am Eingang standen und willig waren, zu zahlen. Tattoos verblassen und verlaufen, stellte ich fest, während ich versuchte, die Motive zu erkennen, die sich die beiden jungen Frauen ins Beinfleisch hatten stechen lassen. Ein Panzer, ein Totenkopf? Nein, dazu waren die Mädchen zu filigran, zu harmlos; das waren zwei, die Taylor Swift hören – was immer das jetzt heißen soll. Jedenfalls zahlten wir knapp fünf Euro Eintritt für uns beide. (Rabatte gibt’s für uns erst wieder, wenn wir in Rente gehen. Also nie?) Pralle Sonne, blasse Körper Vor uns erstreckte sich eine große Wiese ohne Bäume, ohne Schirme. Nur verbranntes Gras in der prallen Sonne, die blasse Körper briet. Rote Bäuche, …